Leitung

seit 2006: Georg Leisse

Georg Leisse

Das „cantabile“, das Gesangliche ist für Georg Leisse einer der wichtigsten Aspekte seiner musikalischen Arbeit. Dabei geht es ihm immer um die Natürlichkeit und Einfachheit, nie um Übersteigerung oder falsch verstandene Opernhaftigkeit des Ausdrucks.

 

1969 in Coburg geboren, bekam er früh Klavier- und Orgelunterricht und später auch Violoncello und Gesangsunterricht. Lag sein Schwerpunkt zuerst im Bereich der Kirchen- und Orgelmusik, so änderte sich das während des Studiums zunehmend. Nach Beendigung seines Kirchenmusikstudiums in Köln, schloss sich neben einem Orgel- auch ein Dirigierstudium an, das er mit Auszeichnung abschloss.

 

Sein erstes Engagement führte ihn als Solorepetitor an die Oper Bonn, das ihn in noch direkteren Kontakt zum Gesang brachte. Durch die Arbeit mit vielen, auch namhaften Sängern, allen voran Anja Harteros, bekam er immer mehr Gespür für die Bedürfnisse der Stimme. Fundiert wurde dieses Gespür durch Begleitung vieler Gesangskurse, einen Lehrauftrag für Korrepetition an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, eigenen Gesangsunterricht und Logopädie.

 

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Interpretation des Textes. Im Gegensatz zum Instrumentalisten, der sich zwischen einer Unmenge an möglichen Betonungen und Phrasierungen entscheiden muss, ist bei der wortgebundenen Musik die Bindung an den Text nicht zu ignorieren. Angeleitet durch seinen Kollegen und Freund, den Schauspieler Andreas Durban, steht für ihn die Herausarbeitung der logischen Aussage des Textes gleichrangig neben der Arbeit an den Tönen. So entsteht eine zweite Interpretationsebene, die der Musik eine andere Tiefe geben kann.


www.leisse-ge.org 


frühere Leitungen

2005-2006: Jochen Berchtenbreiter

Jochen Berchtenbreiter
[Foto: Silke Wiesemann]

Jochen Berchtenbreiter studierte an der Musikhochschule Köln Kirchenmusik, dann Orgel bei Peter Neumann (Diplom mit Auszeichnung, Konzertexamen). Anschließend studierte er Chorleitung bei Marcus Creed (Köln) und Wolfgang Schäfer (Frankfurt), sowie Orchesterleitung bei Michael Luig (Köln) und David de Villiers (Essen). Zu seinen Lehrern gehörten u.a. Arbo Valdma (Klavier) und Kai Wessel (Gesang). Wichtige Anregungen erhielt er durch sein Mitwirken in Vokalensembles (ChorWerk Ruhr, Freiburger Vokalensemble, Kölner Kammerchor, Stuttgarter Kammerchor u.a.), sowie durch Interpretationskurse (u.a. bei L.U. Mortenson und L.F. Tagliavini). Er ist als Dirigent, Konzertorganist und Kirchenmusiker tätig. Durch zahlreiche Fortbildungen hat er eine besondere Qualifikation im Bereich der Kinderchorleitung erworben.


2004-2005: Thomas Grunwald

Thomas Grunwald
[Foto: Ulrich Beyer]

geboren 1972 in Oberhausen, begann seine musikalische Ausbildung im Alter von vier Jahren bei seinem Vater. 1992 legte er nach zweijähriger Ausbildung das C-Examen ab, von 1993 bis 1998 studierte er an der Folkwang-Hochschule Essen katholische Kirchenmusik und schloss mit dem A-Examen ab. Noch während seines Studiums begann seine Tätigkeit als Kirchenmusiker in verschiedenen Pfarreien des Ruhrgebiets, die Konzerte und gemeindeübergreifende Projekte umfassten. Daneben war er in diversen musikalischen Projekten tätig: als Organist und Leiter einer Choralschola in Zusammenarbeit mit Tänzern der Folkwang-Hochschule, als Leiter des Kammerchores "Junges Vokalensemble Essen", Pianist bei Konzerten der "Vestischen Vokalsolisten" sowie als musikalischer Leiter bei der Produktion zweier Musicals. Seit 2001 ist er Kantor an St. Johann Baptist, Wuppertal-Oberbarmen und führt er seine konzertante Tätigkeit weiterhin fort.


1999-2005: Marieddy Rossetto

[Foto: Silke Wiesemann]
Marieddy Rossetto

Eine entscheidende Prägung erhielt der Chor durch Marieddy Rossetto, die ihn zu einem der besten Ensembles seiner Art in der Region entwickeln konnte. Marieddy Rossetto hat sich im Herbst 2005 nach sechs Jahren aus ihrer aktiven Tätigkeit im Kammerchor zurückgezogen, um ihre Zeit vollständig den immer vielfältiger werdenden Aufgaben im Düsseldorfer Musikverein und im Chor der Konzertgesellschaft Wuppertal widmen zu können.


1988-1999 Norbert Hebel  († 1999)