Die nächsten KonzertTermine


Franz Schubert

DIE WINTERREISE

In drei Versionen

 

25. Januar 2020, 18 Uhr

Ev. Stadtkirche Ludwig-Steil-Platz 1, 42899 Remscheid

26. Januar 2020, 18 Uhr

Erlöserkirche, Stahlstr. 9, 42281 Wuppertal

 

Als einen „Zyklus schauerlicher Lieder“ kündigte Franz Schubert seinen Freunden im Frühjahr 1827 die ersten 12 Gesänge der Winterreise an. Als er sie ihnen „mit bewegter Stimme“ vortrug, waren alle „über die düstere Stimmung dieser Lieder ganz verblüfft“, ja der lebenslustige Schober, ein Freund Schuberts, konnte überhaupt nur an einem Lied, dem Lindenbaum, Gefallen finden. Schubert aber bekannte: „mir gefallen diese Lieder mehr als alle, und sie werden auch euch noch gefallen“.

Diese von Joseph von Spaun überlieferte Geschichte zeigt zum einen, wie sehr Schubert selbst die Winterreise als Liederzyklus im modernen Sinne begriff: als eine nicht nur durch die Gedichte von Wilhelm Müller, sondern auch durch die musikalische Stimmung zusammengehaltene Einheit; zum anderen, wie sehr die extremen Gefühle von Melancholie und Selbstzerstörung in diesen Liedern selbst die mit Schubert am meisten vertrauten Hörer seiner Zeit irritierten, ja abstießen.


Heute ist die Winterreise ein Denkmal des Kunstliedes, ein Standard, für den man die Erregung der ersten Hörer und des Komponisten erst wieder kreieren muß. Denn natürlich ist der Zyklus in den 170 Jahren seit seiner Entstehung von Deutungen und Interpretationstraditionen überlagert worden. Ihr Bogen reicht von einer Auffassung als politische Parabel des Metternich-Regimes bis zur vordergründigen Interpretation als romantische Liebesgeschichte.

Der Kammerchor Elberfeld unter der Leitung von Georg Leisse wird in seinen beiden Konzerten am 25. und 26. Januar 2020 zu großen Teilen die erst 2017 erschienene Bearbeitung der Winterreise von Gregor Meyer für Bariton, Chor und Klavier aufführen. Eine äußerst abwechslungsreiche und klanglich vielschichtige Version der Winterreise, die dem Zuhörer einen neuen Hörgenuss bietet.

 

Bariton: Konstantin Paganetti

Klavier: Toni Ming Geiger


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